Die Sorte ist ein Zufallssämling, der Mitte des 19. Jahrhunderts in Hedelfingen entstanden ist und von dort aus verbreitet wurde. Die Sorte ist die Deutschland bekannteste Süßkirschensorte und hat weltweite Bedeutung.

Sie ist für den Frischverzehr und für Einmachzwecke geeignet.

Die Sorte reift in der 5 Kirschenwoche, kann somit schon von der Kirschfurchtfliege befallen werden (Kirschmaden).

Die Sorte ist bei Vollreife braunrot bis fast schwarz. Die Sorte sitzt etwas schief am kräftigen Stiel. Das Fruchtfleisch ist fest, knackig, knorpelig und hat eine bräunlich-violette Farbe. Der Geschmack ist süßsäuerlich und herzhaft. Der Stein löst sich schlecht vom Fleisch.

Die Sorte ist nicht selbstfruchtbar. Die Blüte ist spät , kurz und spätfrostempfindlich. Als Befruchter eignen sich Büttners rote Knorpelkische, Regina, Schattenmorelle, Schneiders Späte Knorpelkirsche. Der Baum ist relativ anpassungsfähig an den Standort. Kalte Mulden und zu nasse Standort sollten jedoch gemieden werden. Die Sorte ist bei Regen während der Reife sehr platzempfindlich und anfällig für Monilia-Fruchfäule.

Der Baum hat anfangs einen starken, aufrechten Wuchs. Die Krone wird nur mittelgroß und breitkronig. Der Ertrag setzt etwas später ein ist dann jedoch meist hoch.
Auf schwach wachsenden Unterlagen wie GISELA 5 ist die Sorte auch für kleine Gärten geeignet.

Bezugsquelle:
Baumschule Andreas Heinrich, Hessenring 31, 65474 Bischofsheim, Tel. 06144-6303

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