Tydeman´s Late Orange | Drucken |

Die Sorte entstand 1930 in der englischen Forschungsanstalt East Malling aus einer Kreuzung von Cox Orange und Laxton´s Superb. Sie wurde 1949 in den Markt eingeführt.

Der Baum ist nicht anspruchsvoll an Ort und Boden. Der Wuchs ist aufrecht, stark bis sehr stark, die Sorte bildet mittelgroße, pyramidale, ausladende Bäume aus. Die Blüte ist mittelfrüh, lange anhaltend und spätfrostgefährdet. Der Ertrag setzt früh ein, ist regelmäßigt und sehr hoch. Bei zu hohem Fruchtansatz muss ausgedünnt werden.

Die Sorte ist widerstandsfähig gegen Schorf und Mehltau.

Die Früchte sind stielbauchig, klein bis mittelgroß, daher sollte ein Überbehang vermieden werden, um die Fruchtgröße zu steigern. Die Pflückreife ist Anfang bis Mitte Oktober. Im Naturlager sind die Früchte bis März haltbar.

Die Grundfarbe der Früchte ist ein gelbliches grün, die Deckfarbe, die fast drei Viertel einnimmt ein dunkles Violett. Die Frucht ist oft stark berostet, insbesondere um die Kelchgrube.

Das Fruchtfleisch ist saftig, fest und cremefarbig. Der Geschmack ist ähnlich Cox Orange und hat ein ausgeglichenes Zucker-Säureverhältnis. Die Schale ist jedoch etwas hart.

Befruchter sind Gala, Gelber Edelapfel, Ingrid Marie.

Der Baum eignet sich als Alternative zur anfälligen Elternsorte Cox Orange, sowohl als Baum für die Streuobstwiese als auch als Hausbaum auf schwächeren Unterlagen, soweit die Befruchtung sichergestellt ist. Auf Grund des guten Geschmacks ist eine Verwertung als Tafelapfel als auch für Apfelsaft geeignet.

Optisch könnte die Sorte leicht mit einem roten Boskoop verwechselt werden, die Früchte sind jedoch viel kleiner als beim roten Boskoop.